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Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)»

24.079 · Ständerat und Nationalrat · 20. Juni 2025 · BRG · 🗳 Volksabstimmung 30. November 2025 verworfen · 15,85 % Ja · Stimmbeteiligung 42,94 % · Staatspolitik · Sicherheitspolitik · Soziale Fragen

Beide Räte abgelehnt

Auch im Ständerat abgestimmt

Zusammenfassung

Heute sind Schweizer Männer verpflichtet, einen Dienst in der Armee oder im Zivilschutz zu leisten, und für Schweizer Frauen ist der Dienst in der Armee oder im Zivilschutz freiwillig. Die Service-citoyen-Initiative sieht vor, dass alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt erbringen müssen, und auch Frauen müssten somit neu einen Dienst leisten.

In Kürze — Erläuterungen des Bundesrates

Heute sind Schweizer Männer verpflichtet, einen Dienst in der Armee oder im Zivilschutz zu leisten. Militärdienstpflichtige mit Gewissenskonflikten leisten einen länger dauernden Zivildienst. Wer keinen Dienst leistet, muss eine Ersatzabgabe bezahlen. Die grosse Mehrheit der heute geleisteten Diensttage hat einen direkten Bezug zur Sicherheit der Schweiz. Für Schweizer Frauen ist der Dienst in der Armee oder im Zivilschutz freiwillig. Die Service-citoyen-Initiative sieht vor, dass alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt erbringen müssen. Mit dem «Service citoyen» (Bürgerdienst) möchte die Initiative das Gemeinwohl stärken. Auch Frauen müssten somit neu einen Dienst leisten. Dieser Dienst soll entweder im Militär, im Zivilschutz oder in Form eines gleichwertigen Milizdienstes erbracht werden, wobei der Sollbestand von Armee und Zivilschutz garantiert sein muss. Die Initiative zielt darauf ab, die Sicherheit breiter zu denken und die Dienstpflicht stärker auf Bereiche wie Klimaschutz, Ernährungssicherheit und Betreuung auszurichten. Personen, die keinen Dienst leisten, sollen wie heute eine Abgabe entrichten. Durch die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht würden doppelt so viele Bürgerinnen und Bürger rekrutiert wie heute. Damit würden auch die Kosten für Bund,

Im Detail — Erläuterungen des Bundesrates

«Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)»

Argumente Initiativkomitee Argumente Bundesrat und Parlament Heute sind Schweizer Männer verpflichtet, einen Dienst in der Armee oder im Zivilschutz zu leisten. Wer aus Gewissensgründen keinen Militärdienst leisten kann, kann einen Zivildienst erbringen, der 1,5-mal so lange dauert wie der Militärdienst. Männer, die keinen Dienst leisten, müssen eine Ersatzabgabe bezahlen. Der Dienst ist nach dem Milizprinzip organisiert und wird überwiegend nebenberuflich geleistet.

Die grosse Mehrheit der heute geleisteten Diensttage hat einen direkten Bezug zur Sicherheit der Schweiz. Schweizer Frauen können den Dienst in der Armee oder im Zivilschutz freiwillig leisten.

Die Bestände von Armee und Zivilschutz sind in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten, da sich immer mehr Personen für den Zivildienst entscheiden und da Militärdienstpflichtige aus medizinischen oder anderen Gründen vor der Erfüllung ihrer Militärdienstpflicht entlassen werden müssen. Der Bundesrat hat auf diese Entwicklungen reagiert.

Um die personellen Bestände von Armee und Zivilschutz zu verbessern, hat er zwei Gesetzesrevisionen in die Wege geleitet: Einerseits sollen Zivildienstleistende verpflichtet werden können, einen Teil ihres Dienstes im Zivilschutz zu leisten.

Andererseits soll die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst reduziert und damit der Armeebestand stabilisiert werden.

Darüber hinaus hat das Parlament den Bundesrat beauftragt, das bestehende Dienstpflichtsystem anzupassen und die sogenannte Sicherheitsdienstpflicht einzuführen. Dabei sollen Zivilschutz und Zivildienst unter dem neuen Namen «Katastrophenschutz» zusammengeführt werden. Schweizer Männer sollen dann entweder in der Armee oder im Katastrophenschutz Dienst leisten. Eine Ausweitung der Dienstpflicht auf Frauen ist nicht vorgesehen. Sie sollen weiterhin freiwillig Dienst leisten können.

Der Bundesrat hat die Einführung eines Bürgerdienstes bereits geprüft. Er hat aber darauf verzichtet, da ein solcher Dienst die Wirtschaft erheblich belasten und für den Bund und die Kantone hohe Kosten verursachen würde. Ausserdem müssten mit der Ausweitung der Dienstpflicht auf Frauen deutlich mehr Personen Dienst leisten, als für Aufgaben zugunsten der Sicherheit des Landes benötigt werden.

Diensttage und Kosten Heute werden jedes Jahr rund 35 000 Personen dienstpflichtig.1

Davon leisten etwa 28 000 ihren Dienst in der Armee, im Zivilschutz oder im Zivildienst. Insgesamt werden pro Jahr rund 8 Millionen Diensttage geleistet. Daraus entstehen pro Jahr Kosten für den Erwerbsersatz in der Höhe von rund 800 Millionen Franken sowie Kosten für die Militärversicherung von etwa 160 Millionen Franken.2

Dazu kommen nicht genau bezifferbare indirekte Kosten, die durch die Abwesenheit am Arbeitsplatz generiert werden. Rund 7000

Dienstpflichtige leisten heute keinen Dienst, zahlen jedoch eine Ersatzabgabe. Diese Einnahmen belaufen sich auf rund 170 Millionen Franken pro Jahr.3

Bei einer Annahme der Initiative würde sich die Zahl der Dienstpflichtigen verdoppeln und damit auch in etwa die Kosten des Dienstpflichtsystems. Die Kosten für den Erwerbsersatz würden auf rund 1,6 Milliarden Franken pro Jahr steigen, jene für die Militärversicherung auf rund 320 Millionen Franken pro Jahr. Ausserdem würden die Kosten für die Unternehmen markant steigen, weil mit dem Bürgerdienst rund doppelt so viele Arbeitnehmende am Arbeitsplatz fehlen würden.

Bericht des Bundesrates vom 4. März 2022 «Alimentierung von Armee und Zivilschutz. Teil 2: Möglichkeiten zur langfristigen Bundesblatt > Ausgaben des Bundesblattes > 2022 > März > 59 > BBl 2022 665) Sozialversicherungen > Erwerbsersatzordnung (EO) > Statistik > Finanzen der Erwerbsersatzordnung, 2020 – 2024) und Statistik der Militärversicherung 2023 ( suva.ch > Downloads und Bestellungen > Statistik der Militärversicherung 2023) Schweizer Steuerstatistiken > Allgemeine Steuerstatistiken > Fiskaleinnahmen des Bundes) Die Service-citoyen-Initiative geht über das heutige Dienstpflichtsystem und die laufenden Gesetzesrevisionen hinaus:

Sie will, dass jede Person mit Schweizer Bürgerrecht einen Dienst zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt leisten muss.

Neu sollen auch Frauen dienstpflichtig werden. Die Ausweitung der Dienstpflicht auf Schweizer Frauen würde dazu führen, dass künftig rund 70 000 Personen jährlich Dienst leisten müssten. Das sind doppelt so viele wie heute. Das Parlament soll zudem die Möglichkeit erhalten, die Dienstpflicht auf Personen ohne Schweizer Bürgerrecht auszuweiten.

Die Initiative verlangt, dass die Bestände von Armee und Zivilschutz gesichert sein müssen. Wie dies sichergestellt werden soll, lässt der Initiativtext offen.

Diejenigen Personen, die nicht für die Armee und den Zivilschutz benötigt würden, müssten einen gleichwertigen Milizdienst leisten. Dazu müssten zahlreiche neue Einsatzplätze geschaffen werden. Das Initiativkomitee nennt einige Möglichkeiten für solche Einsätze: in der Katastrophenvorsorge, in der Betreuung oder für die Ernährungssicherheit. Welche Milizdienste anerkannt würden, wäre vom Parlament in einem Gesetz festzulegen.

Wie im heutigen Dienstpflichtsystem sollen Personen, die keinen Dienst leisten, eine Abgabe zahlen. Ausserdem soll der Bund Vorschriften für einen angemessenen Erwerbsersatz erlassen.

Ein Dienst, wie ihn die Initiative fordert, könnte das Engagement der Schweizer Bürgerinnen und Bürger für die Gesellschaft stärken. Sie könnten sich in verschiedenen Einsatzgebieten zugunsten der Allgemeinheit und der Umwelt einbringen.

Die Initiative hätte zur Folge, dass rund doppelt so viele Personen wie heute Dienst leisten und während dieser Zeit am Arbeitsplatz fehlen. Den Unternehmen würden zusätzliche Kosten entstehen für die Suche nach Vertretungen, für Überstunden anderer Mitarbeitender oder durch Produktivitätsverluste aufgrund der Abwesenheiten.

Zudem wäre es möglich, dass Dienstleistende Arbeiten übernehmen würden, die heute durch Arbeitskräfte auf dem freien Arbeitsmarkt erbracht werden. Besonders die Stellen von gering qualifizierten Arbeitskräften, zum Beispiel Raumpflegepersonal oder Pflegehilfen, könnten unter Lohndruck geraten oder verdrängt werden.

Bei einer Annahme der Initiative ist davon auszugehen, dass sich die Ausgaben für den Erwerbsersatz ungefähr verdoppeln würden, da zweimal so viele Personen Anspruch darauf hätten. Diese Mehrkosten müssten die Arbeitnehmenden und die Arbeitgeber tragen, da sie den Erwerbsersatz mit ihren Lohnbeiträgen finanzieren.

Die vom Bund getragenen Kosten für die Militärversicherung würden sich etwa verzweifachen. Zudem entstünden beim Bund und bei den Kantonen durch den gestiegenen Personal- und Verwaltungsaufwand Mehrkosten. Beim Wehrpflichtersatz wäre mit einer Verdoppelung der Einnahmen zu rechnen. Die Kosten lassen sich nicht genau beziffern, weil sie davon abhängen, wie das Parlament den Bürgerdienst ausgestalten würde.

Das Völkerrecht verbietet Zwangsarbeit. Nicht als Zwangsarbeit gelten unter anderem der Militärdienst und der Zivildienst, Arbeiten im Freiheitsentzug und Tätigkeiten zur Wahrung der Sicherheit oder zur Bewältigung von Notständen und Katastrophen. Auch sogenannte übliche Pflichten wie der Einsatz als Geschworene oder Geschworener sind möglich. Die heutige Dienstpflicht in der Schweiz steht im Einklang mit dem Völkerrecht. Mit der Initiative würde wohl mehr als die Hälfte der rekrutierten Personen ausserhalb von Armee und Zivilschutz eingesetzt. Es bleibt offen, ob genügend Milizdienste vorgesehen werden könnten, die das völkerrechtliche Verbot der Zwangsarbeit einhalten.

Initiativkomitee

Pro

Über der Schweiz, die an gesellschaftlichem Zusammenhalt verliert, brauen sich dunkle Wolken zusammen: Erdrutsche in den Bergen, Hochwasser im Flachland, Cyberangriffe, drohende Energieknappheit, Krieg in Europa. Alle wissen es, aber die Politik handelt nicht, deshalb schafft die Initiative mit einem Dienst (Service citoyen) für junge Menschen das, was jetzt nötig ist: eine Chance für alle, Verantwortung zu übernehmen – für eine krisenfeste, starke Schweiz.

Die Argumente der Befürworter — Quelle: Komitee — amtlichen Wortlaut aufklappen

Über der Schweiz, die an gesellschaftlichem Zusammenhalt verliert, brauen sich dunkle Wolken zusammen: Erdrutsche in den Bergen, Hochwasser im Flachland, Cyberangriffe, drohende Energieknappheit, Krieg in Europa. Auch gesellschaftlich ziehen Gewitter auf: Individualismus herrscht vor, Einsamkeit und Spannungen nehmen zu. Alle wissen es, aber die Politik handelt nicht. Deshalb schafft die Initiative mit einem Dienst (Service citoyen) für junge Menschen das, was jetzt nötig ist: eine Chance für alle, Verantwortung zu übernehmen – für eine krisenfeste, starke Schweiz.

Die Initiative will, dass alle jungen Erwachsenen einen Dienst leisten: in der Armee, im Zivilschutz oder in einem gleichwertigen Milizdienst. Welche Aufgaben innerhalb des Milizdienstes künftig für die Sicherheit und den Zusammenhalt relevant sind, bestimmt der Gesetzgeber, etwa in der Katastrophenvorsorge, in der Betreuung oder für die Ernährungssicherheit. Die Initiative ist eine ausgeglichene Reform der Dienstpflicht, wie sie sich laut ETH-Studie «Sicherheit 2025» zwei Drittel der Stimmbevölkerung wünschen.

In einer Zeit wachsender Individualisierung und einer zunehmend virtuellen Welt bringt der Dienst junge Menschen aus verschiedenen Regionen und Hintergründen zusammen. Dadurch entsteht, was die Schweiz stark gemacht hat: Solidarität, Verantwortung und Zusammenhalt jenseits von Sprach- und sozialen Grenzen. Die Initiative sichert den Bestand von Armee und Zivilschutz und erhöht die Anzahl und Vielfalt der aufgebotenen Personen. Heute leistet nur jede dritte junge Person einen Dienst. Damit reagiert die Initiative auf neue Bedrohungen und deren Folgen, unter anderem ausgelöst durch Krieg, geopolitische Unruhen, Kriminalität im digitalen Raum und den Klimawandel. Sie versteht Sicherheit umfassend.

Im Dienst erwerben junge Menschen praktische Fähigkeiten als wertvolle Ergänzung zur schulischen und beruflichen Ausbildung. Dazu zählen vor allem Teamarbeit, Krisenmanagement, Erste Hilfe, digitales Know-how und Verantwortungsbewusstsein. Das stärkt nicht nur ihre persönliche Reife, sondern auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft, die auf engagierte Talente angewiesen sind.

Während andere Länder rund 5 Prozent ihres BIP für

die Sicherheit ausgeben, liegt unser Beitrag unter 1 Prozent. Mit einem Ja zur Initiative investieren wir in Menschen und so in das wichtigste Fundament unserer Sicherheit. Damit die Schweiz auch in Zukunft erfolgreich und sicher ist, brauchen wir junge Generationen, die gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen, und in Krisen handlungsfähig und

solidarisch sind.

Darum empfiehlt das Initiativkomitee:

Ja servicecitoyen.ch

Der Text auf dieser Doppelseite stammt vom Initiativkomitee. Es ist für den Inhalt und die Wortwahl verantwortlich. Bundesrat und Parlament

Contra

Bundesrat und Parlament anerkennen das Anliegen der Initiative, das Engagement von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern für die Gesellschaft zu stärken. Allerdings ist die Ausweitung der Dienstpflicht nicht der richtige Weg, denn der Zweck der Dienstpflicht besteht darin, die Armee und den Zivilschutz mit ausreichend Personal zu versorgen, um die Sicherheit der Schweiz zu gewährleisten.

Die Argumente der Gegner — Quelle: Bundesrat und Parlament — amtlichen Wortlaut aufklappen

Bundesrat und Parlament anerkennen das Anliegen der Initiative, das Engagement von Schweizer Bürgerinnen und Bürgern für die Gesellschaft zu stärken. Allerdings ist die Ausweitung der Dienstpflicht nicht der richtige Weg. Denn der Zweck der Dienstpflicht besteht darin, die Armee und den Zivilschutz mit ausreichend Personal zu versorgen, um die Sicherheit der Schweiz zu gewährleisten. Die Initiative geht mit dem Bürgerdienst weit darüber hinaus. Bundesrat und Parlament lehnen die Vorlage insbesondere aus folgenden Gründen ab:

Die Dienstpflicht dient dazu, die Sicherheitsorganisationen Armee und Zivilschutz mit ausreichend Personal zu versorgen. Es sollen nur so viele Personen rekrutiert werden, wie die Armee und der Zivilschutz für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Die Volksinitiative geht mit rund 70 000 rekrutierten Personen pro Jahr deutlich über diesen Bedarf hinaus.

Die Initiative hätte negative Folgen für die Schweizer Unternehmen. Wegen der Ausweitung der Dienstpflicht würden rund doppelt so viele Personen wie heute während ihres Dienstes am Arbeitsplatz fehlen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist es überdies nicht sinnvoll, eine derart hohe Zahl an Arbeitskräften für Aufgaben einzusetzen, die nicht ihren beruflichen Fähigkeiten entsprechen und für die sie daher weniger gut qualifiziert sind.

Die Einführung eines Bürgerdienstes wäre mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Im Vergleich zu heute würden sich die jährlichen Kosten etwa verdoppeln: für den Erwerbsersatz auf rund 1,6 Milliarden Franken und für die Militärversicherung auf rund 320 Millionen Franken. Die Mehrbelastung für den Erwerbsersatz müssten Arbeitnehmende und Arbeitgeber über ihre Lohnbeiträge finanzieren. Darüber hinaus müssten Arbeitgeber mit sehr hohen zusätzlichen Kosten rechnen, um die Abwesenheiten ihrer Arbeitnehmenden während des Dienstes zu kompensieren. Auch wären Bund und Kantone für die Umsetzung mit Mehraufwand und mit deutlich höheren Kosten konfrontiert.

Eine Dienstpflicht für Frauen kann als Beitrag zur Gleichstellung von Mann und Frau gesehen werden. Doch würde sie die Mehrfachbelastung vieler Frauen zusätzlich erhöhen, denn heute leisten die Frauen einen grossen Teil der unbezahlten Care-Arbeit in der Betreuung, der Erziehung und der Pflege sowie im Haushalt. Da die Gleichstellung in Beruf und Gesellschaft weiterhin nicht vollständig erreicht ist, ginge eine zusätzliche Bürgerdienstpflicht für Frauen in die falsche Richtung.

Mit der Initiative würde voraussichtlich mehr als die Hälfte der rekrutierten Personen ausserhalb von Armee und Zivilschutz eingesetzt. Es ist fraglich, ob genügend Milizdienste geschaffen werden könnten, die das völkerrechtliche Verbot der Zwangsarbeit einhalten.

Aus all diesen Gründen empfehlen Bundesrat und Parlament, die Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)» abzulehnen.

Nein admin.ch/service-citoyen-initiative

Parteistimmen (Fraktionslinien: Ständerat und Nationalrat)

Achse: «Ja» meint die Zustimmung zur Vorlage an der Urne, «Nein» die Ablehnung — die Parlamentsempfehlung war ein Nein, darum zählt ein Protokoll-Ja hier als Nein: eine Kammer, die das Protokoll als «angenommen» führt, steht auf der Volksfrage-Achse bei «abgelehnt».

ParteiParteilinieJaNeinEnthaltungStimmen (beide Räte)
SVPNein0 %100 %0 %67
SPNein4 %94 %2 %48
Die MitteNein12 %88 %0 %43
FDPNein6 %83 %11 %35
GRÜNENein12 %80 %8 %25
glpJa100 %0 %0 %12
MCGNein0 %100 %0 %3
EDUNein0 %100 %0 %2
UnabhängigJa100 %0 %0 %1
LegaNein0 %100 %0 %1
LDPNein0 %100 %0 %1
EVPJa100 %0 %0 %1
Alternative (ZG)Nein0 %100 %0 %1

Ständeratsabstimmung 20. Juni 2025 · Schlussabstimmung

Die Mitte Die Mitte · 14 Stimmen 4J / 10N / 0E
FDP FDP.Die Liberalen · 10 Stimmen 2J / 8N / 0E
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz · 7 Stimmen 0J / 7N / 0E
SVP Schweizerische Volkspartei · 6 Stimmen 0J / 6N / 0E
GRÜNE GRÜNE Schweiz · 3 Stimmen 0J / 2N / 1E
glp Grünliberale Partei · 1 Stimmen 1J / 0N / 0E
MCG Mouvement Citoyens Genevois · 1 Stimmen 0J / 1N / 0E
Unabhängig ohne Partei · 1 Stimmen 1J / 0N / 0E
Ständerat — 8 Ja · 34 Nein · 1 Enthaltung — Abstimmungsdetail aufklappen


abgelehnt — auf der Volksfrage-Achse (Protokoll: «angenommen»; Erklärung im Parteistimmen-Block) 8 : 34 : 1 (Ja : Nein : Enthaltung)

Nicht gezählt: 2 Einträge (abwesend/enthält sich der Stimme gem. Geschäftsordnung).

Namentliche Abstimmung (45 Personen) — Entscheide auf der Volksfrage-Achse; grauer Zusatz = Protokolltext

Zurücksetzen
Name Partei Kanton Entscheid
Marianne Binder-Keller Die Mitte Aargau Ja Nein
Isabelle Chassot Die Mitte Freiburg Ja Nein
Stefan Engler Die Mitte Graubünden Ja Nein
Johanna Gapany FDP Freiburg Ja Nein
Daniel Jositsch ohne Partei Zürich Ja Nein
Charles Juillard Die Mitte Jura Ja Nein
Matthias Michel FDP Zug Ja Nein
Tiana Angelina Moser glp Zürich Ja Nein
Pirmin Bischof Die Mitte Solothurn Nein Ja
Pascal Broulis FDP Waadt Nein Ja
Thierry Burkart FDP Aargau Nein Ja
Marco Chiesa SVP Tessin Nein Ja
Mathilde Crevoisier Crelier SP Jura Nein Ja
Josef Dittli FDP Uri Nein Ja
Erich Ettlin Die Mitte Obwalden Nein Ja
Fabien Fivaz GRÜNE Neuenburg Nein Ja
Esther Friedli SVP St. Gallen Nein Ja
Hannes Germann SVP Schaffhausen Nein Ja
Andrea Gmür-Schönenberger Die Mitte Luzern Nein Ja
Maya Graf GRÜNE Basel-Landschaft Nein Ja
Petra Gössi FDP Schwyz Nein Ja
Peter Hegglin Die Mitte Zug Nein Ja
Eva Herzog SP Basel-Stadt Nein Ja
Baptiste Hurni SP Neuenburg Nein Ja
Brigitte Häberli-Koller Die Mitte Thurgau Nein Ja
Pierre-Yves Maillard SP Waadt Nein Ja
Marianne Maret Die Mitte Wallis Nein Ja
Benjamin Mühlemann FDP Glarus Nein Ja
Damian Müller FDP Luzern Nein Ja
Mauro Poggia MCG Genf Nein Ja
Fabio Regazzi Die Mitte Tessin Nein Ja
Beat Rieder Die Mitte Wallis Nein Ja
Franziska Roth SP Solothurn Nein Ja
Werner Salzmann SVP Bern Nein Ja
Martin Schmid FDP Graubünden Nein Ja
Pirmin Schwander SVP Schwyz Nein Ja
Carlo Sommaruga SP Genf Nein Ja
Jakob Stark SVP Thurgau Nein Ja
Flavia Wasserfallen SP Bern Nein Ja
Hans Wicki FDP Nidwalden Nein Ja
Benedikt Würth Die Mitte St. Gallen Nein Ja
Heidi Z'graggen Die Mitte Uri Nein Ja
Mathias Zopfi GRÜNE Glarus Enthaltung
Daniel Fässler Die Mitte Appenzell I.-Rh. Entschuldigt gemäss Art. 57 Abs. 4
Andrea Caroni FDP Appenzell A.-Rh. Die Präsidentin/der Präsident stimmt nicht

Nationalratsabstimmung 20. Juni 2025 · Schlussabstimmung

SVP Schweizerische Volkspartei · 61 Stimmen 0J / 61N / 0E
SP Sozialdemokratische Partei der Schweiz · 41 Stimmen 2J / 38N / 1E
Die Mitte Die Mitte · 29 Stimmen 1J / 28N / 0E
FDP FDP.Die Liberalen · 25 Stimmen 0J / 21N / 4E
GRÜNE GRÜNE Schweiz · 22 Stimmen 3J / 18N / 1E
glp Grünliberale Partei · 11 Stimmen 11J / 0N / 0E
MCG Mouvement Citoyens Genevois · 2 Stimmen 0J / 2N / 0E
EDU Eidgenössisch-Demokratische Union · 2 Stimmen 0J / 2N / 0E
Lega Lega dei Ticinesi · 1 Stimmen 0J / 1N / 0E
LDP Liberal-Demokratische Partei · 1 Stimmen 0J / 1N / 0E
EVP Evangelische Volkspartei der Schweiz · 1 Stimmen 1J / 0N / 0E
Alternative (ZG) Alternative-die Grünen Kanton Zug · 1 Stimmen 0J / 1N / 0E
Nationalrat — 18 Ja · 173 Nein · 6 Enthaltung — Abstimmungsdetail aufklappen


abgelehnt — auf der Volksfrage-Achse (Protokoll: «angenommen»; Erklärung im Parteistimmen-Block) 18 : 173 : 6 (Ja : Nein : Enthaltung)

Nicht gezählt: 3 Einträge (abwesend/enthält sich der Stimme gem. Geschäftsordnung).

Namentliche Abstimmung (200 Personen) — Entscheide auf der Volksfrage-Achse; grauer Zusatz = Protokolltext

Zurücksetzen
Name Partei Kanton Entscheid
Islam Alijaj SP ZH Ja Nein
Gerhard Andrey GRÜNE FR Ja Nein
Christine Badertscher GRÜNE BE Ja Nein
Kathrin Bertschy glp BE Ja Nein
Dominik Blunschy Die Mitte SZ Ja Nein
Martin Bäumle glp ZH Ja Nein
Katja Christ glp BS Ja Nein
Beat Flach (a) glp AG Ja Nein
Corina Gredig glp ZH Ja Nein
Jürg Grossen glp BE Ja Nein
Patrick Hässig glp ZH Ja Nein
Matthias Samuel Jauslin glp AG Ja Nein
Marc Jost EVP BE Ja Nein
Barbara Schaffner glp ZH Ja Nein
Meret Schneider GRÜNE ZH Ja Nein
Fabienne Stämpfli glp BE Ja Nein
Gabriela Suter SP AG Ja Nein
Céline Weber glp VD Ja Nein
Jean-Luc Addor SVP VS Nein Ja
Cyril Aellen FDP GE Nein Ja
Thomas Aeschi SVP ZG Nein Ja
Céline Amaudruz SVP GE Nein Ja
Sibel Arslan GRÜNE BS Nein Ja
Jacqueline Badran SP ZH Nein Ja
Maya Bally Die Mitte AG Nein Ja
Nicole Barandun Die Mitte ZH Nein Ja
Kilian Baumann GRÜNE BE Nein Ja
Samuel Bendahan SP VD Nein Ja
Thomas Bläsi SVP GE Nein Ja
Philipp Matthias Bregy Die Mitte VS Nein Ja
Florence Brenzikofer GRÜNE BL Nein Ja
Simona Brizzi SP AG Nein Ja
Michaël Buffat SVP VD Nein Ja
Christine Bulliard-Marbach Die Mitte FR Nein Ja
Thomas Burgherr SVP AG Nein Ja
Roland Rino Büchel SVP SG Nein Ja
Manfred Bühler SVP BE Nein Ja
Roman Bürgi SVP SZ Nein Ja
Yvonne Bürgin Die Mitte ZH Nein Ja
Didier Calame SVP NE Nein Ja
Hasan Candan SP LU Nein Ja
Martin Candinas Die Mitte GR Nein Ja
Isabelle Chappuis Die Mitte VD Nein Ja
Clarence Chollet GRÜNE NE Nein Ja
Christophe Clivaz GRÜNE VS Nein Ja
Damien Cottier FDP NE Nein Ja
Brigitte Crottaz SP VD Nein Ja
Christian Dandrès SP GE Nein Ja
Linda De Ventura SP SH Nein Ja
Marcel Dettling SVP SZ Nein Ja
Marcel Dobler FDP SG Nein Ja
Martine Docourt SP NE Nein Ja
Regina Durrer-Knobel Die Mitte NW Nein Ja
Mike Egger SVP SG Nein Ja
Laurence Fehlmann Rielle SP GE Nein Ja
Nina Fehr Düsel SVP ZH Nein Ja
Olivier Feller FDP VD Nein Ja
Benjamin Fischer SVP ZH Nein Ja
Giorgio Fonio Die Mitte TI Nein Ja
Sylvain Freymond SVP VD Nein Ja
Pierre-Alain Fridez (a) SP JU Nein Ja
Claudia Friedl (a) SP SG Nein Ja
Tamara Funiciello SP BE Nein Ja
Andreas Gafner EDU BE Nein Ja
Benoît Gaillard SP VD Nein Ja
Walter Gartmann SVP SG Nein Ja
Anna Giacometti FDP GR Nein Ja
Simone Gianini FDP TI Nein Ja
Benjamin Giezendanner SVP AG Nein Ja
Andreas Glarner SVP AG Nein Ja
Christian Glur SVP AG Nein Ja
Balthasar Glättli (a) GRÜNE ZH Nein Ja
Nadine Gobet FDP FR Nein Ja
Roger Golay MCG GE Nein Ja
Franz Grüter SVP LU Nein Ja
Lars Guggisberg SVP BE Nein Ja
Diana Gutjahr SVP TG Nein Ja
Barbara Gysi SP SG Nein Ja
Greta Gysin GRÜNE TI Nein Ja
Michael Götte SVP SG Nein Ja
Martin Haab SVP ZH Nein Ja
Alfred Heer (a) SVP ZH Nein Ja
Stefanie Heimgartner SVP AG Nein Ja
Lorenz Hess Die Mitte BE Nein Ja
Erich Hess SVP BE Nein Ja
Alois Huber SVP AG Nein Ja
Roman Hug SVP GR Nein Ja
Thomas Hurter SVP SH Nein Ja
Martin Hübscher SVP ZH Nein Ja
Christian Imark SVP SO Nein Ja
Jessica Jaccoud SP VD Nein Ja
Sidney Kamerzin Die Mitte VS Nein Ja
Pius Kaufmann Die Mitte LU Nein Ja
Delphine Klopfenstein Broggini GRÜNE GE Nein Ja
Thomas Knutti SVP BE Nein Ja
Nicolas Kolly SVP FR Nein Ja
Philipp Kutter Die Mitte ZH Nein Ja
Christian Lohr Die Mitte TG Nein Ja
Raphaël Mahaim GRÜNE VD Nein Ja
Vincent Maitre Die Mitte GE Nein Ja
Piero Marchesi SVP TI Nein Ja
Min Li Marti SP ZH Nein Ja
Samira Marti SP BL Nein Ja
Magdalena Martullo-Blocher SVP GR Nein Ja
Nadine Masshardt SP BE Nein Ja
Thomas Matter SVP ZH Nein Ja
Andreas Meier Die Mitte AG Nein Ja
Mattea Meyer SP ZH Nein Ja
Sophie Michaud Gigon GRÜNE VD Nein Ja
Simon Michel FDP SO Nein Ja
Fabian Molina SP ZH Nein Ja
Leo Müller Die Mitte LU Nein Ja
Stefan Müller-Altermatt Die Mitte SO Nein Ja
Philippe Nantermod FDP VS Nein Ja
Reto Nause Die Mitte BE Nein Ja
Jacques Nicolet SVP VD Nein Ja
Eric Nussbaumer (a) SP BL Nein Ja
Nicolò Paganini Die Mitte SG Nein Ja
Pierre-André Page SVP FR Nein Ja
Yvan Pahud SVP VD Nein Ja
Paolo Pamini SVP TI Nein Ja
Gerhard Pfister Die Mitte ZG Nein Ja
Valérie Piller Carrard SP FR Nein Ja
Léonore Porchet GRÜNE VD Nein Ja
Hans-Peter Portmann FDP ZH Nein Ja
Katharina Prelicz-Huber GRÜNE ZH Nein Ja
Jon Pult SP GR Nein Ja
Lorenzo Quadri Lega TI Nein Ja
Thomas Rechsteiner Die Mitte AI Nein Ja
Lukas Reimann SVP SG Nein Ja
Estelle Revaz SP GE Nein Ja
Christoph Riner SVP AG Nein Ja
Markus Ritter Die Mitte SG Nein Ja
Benjamin Roduit Die Mitte VS Nein Ja
Anna Rosenwasser SP ZH Nein Ja
David Roth SP LU Nein Ja
Marie-France Roth Pasquier Die Mitte FR Nein Ja
Daniel Ruch FDP VD Nein Ja
Farah Rumy SP SO Nein Ja
Gregor Rutz SVP ZH Nein Ja
Franziska Ryser GRÜNE SG Nein Ja
Monika Rüegger SVP OW Nein Ja
Hans Jörg Rüegsegger SVP BE Nein Ja
Peter Schilliger FDP LU Nein Ja
Marionna Schlatter GRÜNE ZH Nein Ja
Nina Schläfli SP TG Nein Ja
Ueli Schmezer SP BE Nein Ja
Pascal Schmid SVP TG Nein Ja
Daniela Schneeberger FDP BL Nein Ja
Elisabeth Schneider-Schneiter Die Mitte BL Nein Ja
Markus Schnyder SVP GL Nein Ja
Priska Seiler Graf SP ZH Nein Ja
Andri Silberschmidt FDP ZH Nein Ja
Sandra Sollberger SVP BL Nein Ja
Daniel Sormanni MCG GE Nein Ja
Simon Stadler Die Mitte UR Nein Ja
Barbara Steinemann SVP ZH Nein Ja
Thomas Stettler SVP JU Nein Ja
Katja Stettler-Riem SVP BE Nein Ja
Bruno Storni SP TI Nein Ja
Manuel Strupler SVP TG Nein Ja
Vroni Thalmann-Bieri SVP LU Nein Ja
Heinz Theiler FDP SZ Nein Ja
Aline Trede (a) GRÜNE BE Nein Ja
Jean Tschopp SP VD Nein Ja
Mauro Tuena SVP ZH Nein Ja
Brenda Tuosto SP VD Nein Ja
Michael Töngi GRÜNE LU Nein Ja
Nadja Umbricht Pieren SVP BE Nein Ja
Kris Vietze FDP TG Nein Ja
Susanne Vincenz-Stauffacher FDP SG Nein Ja
Erich Vontobel EDU ZH Nein Ja
Nicolas Walder (a) GRÜNE GE Nein Ja
Bruno Walliser SVP ZH Nein Ja
Ernst Wandfluh SVP BE Nein Ja
Christian Wasserfallen FDP BE Nein Ja
Laurent Wehrli FDP VD Nein Ja
Manuela Weichelt Alternative (ZG) ZG Nein Ja
Cédric Wermuth SP AG Nein Ja
Felix Wettstein (a) GRÜNE SO Nein Ja
Céline Widmer (a) SP ZH Nein Ja
Priska Wismer-Felder Die Mitte LU Nein Ja
Sarah Wyss SP BS Nein Ja
Rémy Wyssmann SVP SO Nein Ja
Andrea Zryd SP BE Nein Ja
David Zuberbühler (a) SVP AR Nein Ja
Ursula Zybach SP BE Nein Ja
Thomas de Courten SVP BL Nein Ja
Simone de Montmollin FDP GE Nein Ja
Jacqueline de Quattro FDP VD Nein Ja
Patricia von Falkenstein LDP BS Nein Ja
Emmanuel Amoos SP VS Enthaltung
Bettina Balmer FDP ZH Enthaltung
Alex Farinelli FDP TI Enthaltung
Irène Kälin GRÜNE AG Enthaltung
Regine Sauter FDP ZH Enthaltung
Beat Walti FDP ZH Enthaltung
Michael Graber SVP VS Entschuldigt gemäss Art. 57 Abs. 4
Niklaus-Samuel Gugger EVP ZH Entschuldigt gemäss Art. 57 Abs. 4
Maja Riniker FDP AG Die Präsidentin/der Präsident stimmt nicht